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Altersbegrenzung
Wir spielen Hau ab du Angst! für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Dabei verhalten sich
ErstklässlerInnen in den Vorstellungen natürlich anders als SechstklässlerInnen,
weshalb wir empfehlen diese beiden Altersgruppen in unterschiedlichen Vorstellungen
das Stück sehen zu lassen. Andernfalls würden die ErstklässlerInnen die Kinder der
Sechsten erstens durch ihre naiveren Zwischenrufe stören und zweitens würden sich
die beinahe Jugendlichen genötigt fühlen, sich zur Wahrung ihrer Würde von der
Veranstaltung mindestens innerlich zu distanzieren ("Ich fahr doch nicht auf son
Kinderkram ab!").
Sind die älteren Kinder aber unter sich, so können wir uns im Tonfall (nicht im Jargon!)
darauf einstellen, und das Stück funktioniert. Einige Zwischenrufe etwa von Jungen,
die schon das dreizehnte oder gar vierzehnte Lebensjahr erreicht haben, sind
vorprogrammiert, aber das tut nichts zur Sache.
In Bezug auf die Kleineren der ersten beiden Klassen wird regelmäßig gefragt, ob
die denn überhaupt verstehen würden, worum es bei Hau ab du Angst! eigentlich gehe.
Darauf ist mit "ja und nein" zu antworten. Das Stück ist für Erwachsene und
insbesondere für Leute, die fachlich mit Missbrauch zu tun haben, eine Fundgrube.
Bis in die kleinsten Details finden sie Aspekte, die sie aus Fachliteratur und
beruflichem Alltag kennen, in szenischer Form wieder. So etwa die Analogie zwischen
dem Verhalten Walthers, als er erfährt, wem Lottes "Grabbelfinger" ähnelt (s.o.),
und dem Verhalten vieler Mütter betroffener Kinder. Solche Details, wie auch das
falsche Spiel des Onkels, entgehen den kleineren Kindern im Publikum.
Dies sind aber nicht die entscheidenden Aussagen von Hau ab du Angst!
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